Gymnasium Luisenstifthaus

Wettbewerbsbeitrag zum Umbau und zur Erweiterung des Gymnasium Luisenstifthaus in Radebeul

Architektur im Sinne nachhaltiger Entwicklung unterstützt das pädagogische Ziel, die Schüler zur umweltbewussten, verantwortungsvollen Teilnahme an der Gesellschaft zu befähigen. Über eine energiesparende Bauweise hinaus soll eine Lernumgebung im Einklang mit natürlichen Umweltfaktoren wie Licht und Materialien geschaffen werden.

Äußerlich platziert sich der markante Baukörper als untergeordnete Erweiterung des denkmalgeschützten Hauptgebäudes. Zusammen mit den Bestandsgebäuden entsteht eine neue Platzsituation, die durch die Cafeteria im Erdgeschoss bespielt wird, und zum Verweilen einlädt. Der Neubau spielt geschickt mit den Geländehöhen und nutzt dies zur Schaffung eines kompakten Baukörpers durch Verlagerung einiger Klassenräume in das Souterrain. Umwege werden vermieden und zwischen Altbau und Erweiterung ist ein abgestufter Durchgang angelegt. Durch diese bewusst gesetzte Fuge zwischen Alt und Neu entsteht eine direkte Verbindung und Blickachse zwischen dem neu entstandenem Platz und den hinter dem Bestandsgebäude liegenden Grünflächen.

Das Gymnasium Luisenstifthaus soll ein Ort sein, an dem man Erfolge feiern und Niederlagen – auch die gehören zum Schulalltag – konstruktiv verarbeiten kann. Daher soll im Schulhaus die Natur integriert werden (Raum für Pflanzen, Blick ins Freie, Aufenthaltsflächen in der freien Natur). Die Räume sind so angeordnet, dass in allen Bereichen, in denen sich Menschen längere Zeit aufhalten, möglichst viel Tageslicht einfallen kann.

Oktober 2015 Große Kreisstadt Radebeul Bildung, Wettbewerbe