Museum des 20. Jahrhunderts

Wettbewerbsbeitrag für den Neubau eines Museumsgebäudes für die Kunst des 20. Jahrhunderts sowie dessen städtebauliche und freiraumplanerische Einbindung in das Kulturforum in Berlin-Tiergarten in Zusammenarbeit mit Mettler Landschaftsarchitekten

Ein filigraner, eingeschossiger Riegel entlang des Matthäikirchplatzes und ein markanter, schwebender Körper im Norden des Baufeldes sind die einzigen wahrnehmbaren Elemente des Museums des 20. Jahrhunderts. Alle Ausstellungsflächen werden auf einer Ebene unter der als Plateau mit eingeschnittenem Hof vollständig neu gestalteten Freifläche angeordnet. So werden die Blickachsen aus den Bestandsgebäuden kaum eingeschränkt und gleichzeitig ein wahrnehmbarer, zeichenhafter Eingang für die abgesenkten Ausstellungsflächen geschaffen.

Die präzise Setzung des Neubaukörpers unterteilt die Freifläche in den ruhigen Sharounplatz und einen großzügigen Freiraum an der Potsdamer Straße, der das Museum gezielt in Szene setzt. Der Haupteingang kann so von mehreren Seiten erschlossen werden. Der Platzraum zieht die Passanten ein und reduziert dadurch die Geschwindigkeit.

Das Ausstellungsfoyer im Untergeschoss profitiert von der natürlichen Beleuchtung durch den Innenhof. Die Belichtung der ringförmigen Ausstellungsfläche erfolgt entsprechend den Vorgaben ausschließlich über Kunstlicht. Im Längsriegel befinden sich Besuchercafé, Shop und Empfang. Darunter werden alle internen Funktionen in einem Zwischengeschoss angeordnet. Es entsteht ein zusammenhängender Bereich mit klarer Abgrenzung zu den öffentlichen Bereichen und den Besucherdiensten. Im schwebenden Körper über dem Eingangsfoyer sind die wechselnde Sammlungspräsentation und ein Veranstaltungsraum untergebracht.

Dezember 2015 Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Berlin Kultur, Wettbewerbe